Rothenburg o.d. Tauber (2020)

Im Oktober war ich mal wieder in der Mittelalter-Stadt Rothenburg ob der Tauber. Auch wenn es schon mein 4. Mal war: das Städtchen reizt immer wieder und man kann auch manchmal Neues entdecken.

Vor Jahren habe ich mal gehört, dass innerhalb der Stadtmauern zwar neue Häuser gebaut werden dürfen, aber sie müssen alt aussehen und sich dem allgemeinen Stadtbild anpassen. Dementsprechend kann man kucken, wo man will: Man fühlt sich wie im Mittelalter – zumindest fast, wenn man sich die Touristen wegdenkt 😉

Das Rathaus

Rund um die Innenstadt verläuft die Stadtmauer, die man fast komplett begehen kann. Viele Spender aus der ganzen Welt haben für den Wiederaufbau und die Restaurierung Geld gegeben und wurden dafür auf „ihren“ Steinen mit Namen verewigt. Wenn man intensiv sucht, kann man bekannte Namen finden.

Bei einem Rundgang kann man lauter interessante Ecken sehen, z.B. auch dieses nette Häuschen:

Direkt neben dem Rathaus gibt es ein interessantes Museum, in dem man sich ausführlich über die Stadt-Geschichte informieren kann. Zum Beispiel auch über den historischen Meistertrunk. Im 30-jährigen Krieg standen die katholischen Truppen von General Tilly vor den Mauern. Nur kurz: durch eine Art Wette wurde die Stadt verschont (angeblich hat der damalige Bürgermeister einen Humpen mit 3,25 Litern Wein auf einen Zug ausgetrunken und den General damit nachhaltig beeindruckt). In den Kellern des Museums kann man alte Kerkerzellen besichtigen:

Was man unbedingt besuchen sollte, ist das Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt. Dort findet man alles für Weihnachten, was man sich nur vorstellen (oder auch nicht vorstellen) kann.

Der Laden sieht von außen nicht groß aus, aber lasst Euch davon nicht täuschen. Es geht ca. 60 Meter weit rein, über mehrere Etagen …

Nicht nur innerhalb der Stadtmauern ist es schön, es lohnt sich auch, einen Spaziergang rundherum zu machen. Und zu guter Letzt ein Tipp: Rothenburg ist keine Stadt für ein paar Stunden oder einen einzelnen Tag ! Vor allem, wenn man dem Nachtwächter, dem Henker oder einem seiner Kollegen bei einem abendlichen Rundgang ihren Geschichten lauschen möchte (übrigens sehr empfehlenswert und kurzweilig).

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