Nordfriesland (2021)

Corona-Zeit … und im Mai machte Nordfriesland als Modellregion unter Auflagen den Tourismus wieder möglich. Mit reichlich Glück bekam ich noch ein Ferienhäuschen in der Nähe von Husum, der Stadt, in der der berühmte Dichter Theodor Storm geboren und auch begraben wurde.

Nordfriesland ist bekanntermaßen recht ländlich. Wer gerne keine Nachbarn hätte, dafür aber viele Schafe, Kühe und blühende Rapsfelder, sollte sich hier mal umschauen. Ab und zu findet man sogar ein Haus mit einer eigenen Bushaltestelle 😉

Das Wattenmeer direkt hinterm Deich
Der Hafen in Husum

In Husum kann man durchaus einen Tag verbringen. Es gibt so einiges zu sehen: Der Hafen mit seinen vielen Restaurants, einige Museen wie das Schifffahrts-Museum oder auch das Geburtshaus von Theodor Storm. Sogar ein eigenes Schloss hat die Stadt !

Natürlich habe ich die Zeit genutzt und mir die nähere und weitere Umgebung angeschaut. Zuerst besuchte ich Sankt Peter-Ording mit seinem riesigen Strand:

So leer wie auf dem Foto war es nicht. So wie ich waren einige tausend Leute da und genossen Wetter und Aussicht. Ein paar Hartgesottene badeten sogar.

Wenn Ihr mal dorthin kommt, müsst Ihr unbedingt in die Strandbar 54° Nord gehen und Euch dort auf die Terrasse setzen. Gutes Essen, sehr nettes Personal und ein toller Blick auf Strand und Meer !

Ganz in der Nähe gibt es auch zwei Leuchttürme. Zu beiden muss man aber über 2 km marschieren (ich wollte es nur mal erwähnen). Aber bei gutem und halbwegs windfreiem Wetter ist das ein schöner Spaziergang.

Der Westerhever Leuchtturm

Leider gab es in der Woche auch ein paar Regentage, so dass ich nicht viel machen konnte. An den guten Tagen war ich dann aber wieder unterwegs. Zum Beispiel mit dem „Adler Express“ auf die Insel Amrum. Mein Vermieter hatte mir schon davon vorgeschwärmt – und er hatte recht. Eine wirklich schöne Insel. Mit einem Kombi-Ticket der Fähre konnte ich mir sogar ein E-Bike leihen und dann einmal um die Insel fahren. Zumindest fast: die Nordspitze ist Naturschutzgebiet und nur zu Fuss zu erreichen.

Auf dem Weg zur Nordspitze

Das Fahrrad kann man an einem großen Fahrradständer zurücklassen. Und jetzt hier gleich ein TIPP: direkt am Fahrradständer kann man über eine Düne an die Westseite der Insel klettern. Dort findet man dann einen riesigen und wirklich schönen Badestrand:

Durch die Dünen ….
… zum Strand

Auf der Westseite der Insel ging es dann wieder zurück Richtung Süden. Auf dem Weg dahin fährt man durch einen Wald. Auf ca. halber Strecke kann man rechts abbiegen (Wegweiser !) und kommt zu einer Art Lehrpfad, dem Bohlenweg und Dünenlehrpfad. Ein netter Rundgang und praktisch, wenn man vom vielen Radeln seinen Po spürt. Ganz in der Nähe ist auch ein Haus aus der Eisenzeit, aber irgendwie habe ich das nicht gefunden.

Es ging weiter Richtung Süden. Der Leuchtturm war leider geschlossen, so dass ich ihn nicht besichtigen konnte.

Bis zur Abfahrt der Fähre hatte ich noch viel Zeit, deshalb fuhr ich in eines der kleinen malerischen Dörfer der Insel, nach Nebel, und suchte mir dort ein kleines Cafe. Mir hat es dort so gut gefallen, dass ich es gleich mal als TIPP weitergebe: das „Dörnsk an Köögem„. Versucht unbedingt, einen Platz im Hof zu bekommen !

Es gibt noch so einiges andere zu besichtigen, z.B. eine Museumsmühle, den „Kniepsand“, der sich an der ganzen Westseite der Insel entlang zieht, und überall auf dem Weg verschiedene Vogelarten. In der Zeit, in der ich dort war, hatten viele schon Küken – und einmal wurde ich deshalb von einer Gans angezischt.

An meinem letzten Tag besuchte ich noch einmal Husum. Ich musste sowieso dahin (wie jeden zweiten Tag), um einen Antigen-Schnelltest machen zu lassen. Ich besuchte das Schifffahrts-Museum (recht interessant), aß in einem Schiffsrestaurant zu Mittag und besorgte anschließend noch in einem Süßigkeitenladen tonnenweise Lakritz für die Daheimgebliebenen. Der Laden heißt Merlinum, ist zwar klein, aber mit einer riesigen Auswahl. Und sogar Harry-Potter-Fans finden dort etwas 😀

Die „Nordertor“ im Hafen von Husum

Und dann war mein erster Urlaub seit Monaten leider wieder vorbei. Dabei hätte es noch so viel zu sehen und zu erleben gegeben ….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.