Montenegro (2026)

Montenegro (2026)

Es war Ende Juli – und wie immer um diese Zeit gab es wieder ein europäisches Mensa-Treffen, diesmal im Balkan-Staat Montenegro. Eines vorneweg: Montenegro hat ca. 600.000 Einwohner. Bei einer Fläche von rund 14.000 km² ist es knapp so groß wie Schleswig-Holstein und hat 2002 den Euro übernommen. Dass dort das EMAG stattfinden sollte, hat riesige Wellen geschlagen. Der Vorstand von Mensa Montenegro hatte ein Gespräch mit dem Präsidenten, der größte Mobilfunk-Anbieter offerierte eine Datenflat für einen Schnäppchenpreis, Fernsehen und Presse berichteten im Vorfeld darüber, mit dem Teilnehmer-Ausweis konnte man kostenlos die Busse benutzen … Sogar Werbeplakate gab es !!

Wie auch immer: Ich hatte ein gut bewertetes Hotel, das Crnogorska-Kuka, gebucht – und habe es nicht bereut. Auf meinem Balkon hätte man Fussball spielen können:

Ein Teil meines Hotels …
… und mein riesiger Balkon

Podgorica, die Hauptstadt Montenegros, ist eine wirklich grüne Stadt: Jede Menge Bäume, überall größere oder kleinere Parks … auf dem Weg vom Hotel zum Haupttreffpunkt kamen wir immer wieder durch eine grüne Oase:

Jetzt aber zu den Erlebnissen. Mittwochabend gab es wie üblich den „Icebreaker“, quasi eine Party zum Kennenlernen. Und dafür hatte sich das Organisations-Team etwas einfallen lassen. Mit Bussen wurden wir zum Plavnica Eco Resort gebracht. Dort erwarteten uns Fingerfood, eine Live-Band, zwei Bars, ein großer Pool und jede Menge Stimmung bis spät in die Nacht.

Am nächsten Tag ging es dann zum größten See auf dem Balkan, dem Lake Skadar. Dort hatten die Organisatoren eine Bootstour geplant. Damit wir außer der Aussicht noch etwas anderes genießen konnten, wurde Verschiedenes serviert, z.B. Priganice, kleine frittierte Teigbällchen mit Honig und dazu Schafskäse, Wein – und ein kleiner Becher mit Selbstgebranntem (zumindest vermute ich das, auf den Flaschen war kein Etikett).

Nach der Bootsfahrt gings zu einem Fischrestaurant und dann durch Berg und Tal wieder Richtung Podgorica. Und das war schon abenteuerlich: Die Straßen hatten die Breite von ungefähr einer sehr schmalen Landstraße in Deutschland. Rechts Bäume, Büsche und manchmal Abgründe, links das Gleiche – und immer wieder kamen unseren Bussen Autos entgegen. Aber die Landschaft war einmalig:

Zum Glück waren wir rechtzeitig wieder zurück, damit wir uns etwas ausruhen konnten. Das Abendprogramm mit Pubquiz und anschließend Karaoke wollte ja auch besucht werden.

Der Freitag brach an, und zwar sehr früh. Wer an einer Stadtführung teilnehmen wollte, musste um 8 auf dem Independence Place in der Innenstadt sein. Die Führung war extra so früh angesetzt, weil wir in diesen Tagen bis zu 40 Grad Celsius hatten.

Bunte Häuser in der Innenstadt
Das Theater mit „Romeo und Julia“ und einer interessanten Namens-Variation des Autors 😉
Millenium Bridge, unten ist einer der beliebten Badestrände

Abends gab es dann eine Geburtstagsfeier – Mensa wurde dieses Jahr 80 – mit viel Musik aus jedem Jahr der Vereinsgeschichte und immer wieder Informationen, wenn in dem jeweiligen Jahr etwas Besonderes passiert war.

Für Samstag hatte ich kurzzeitig noch eine Tour zu einem Bergkloster gebucht, dem Ostrog Monastery. Es ist knapp 400 Jahre alt und diente im 2. Weltkrieg kurzzeitig dem König als Versteck.

Bis auf die Fassade ist fast alles in den Berg gehauen.

Auf dem Foto oben seht Ihr rechts einen Berg Decken und Kleidung. Manche Leute übernachten hier, weil sie auf ein Wunder und Lösung eigener Probleme hoffen, ähnlich wie in Lourdes.

Hoch zum Kloster vom Parkplatz kommt man entweder über Stock und Stein durch den Wald oder für einen Euro mit einem kleinen Shuttle-Bus.

Blick von einer Art Balkon. Da ganz unten ist noch eine Kirche und ein großer Parkplatz.

Zurück lief ich durch den Wald – und hatte nach 20 Minuten und vielen Naturtreppen wacklige Knie.

Der Samstagabend kam – und damit das traditionelle Gala-Diner. Und auch da hatten sich die Organisatoren selbst übertroffen: Location war der „Sipcanik wine cellar“, ein Weinkeller, der in einem Berg liegt. Früher war das Ganze ein Militärflughafen und vermutlich standen im Berg die Helikopter und Flugzeuge. Breit genug ist das Ganze auf jeden Fall.

Auf dem Weg in den Berg
Vorhalle mit kleinen Wasserfällen
Die Tische sind gedeckt
Es ging ewig weit in den Berg hinein, mit Hunderten von Fässern rechts und links
Vorspeisen

Am nächsten Tag war Sonntag, es gab den Abschiedsbrunch in einem Hotel, anschließend ist eine kleine internationale Truppe noch zum Skaline-Strand gegangen, um ein bisschen Abkühlung im Fluss Moraca zu erhalten. Und der Fluss war wirklich sehr kalt.

Zum Abschluss gings dann noch in ein Lokal, dass schon von anderen EMAG-Teilnehmern wärmstens empfohlen wurde, das „Lanterna“ (wenn Ihr mal da seid, geht hin). Gut, günstig, lecker.

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