Hamburg (2019)

Mein erster Trip 2019 führte mich 5 Tage nach Hamburg – zu meinem ersten Jahrestreffen des Vereins Mensa in Deutschland e.V. Das Organisations-Team von Hamburg hatte rund um die jährliche Mitgliederversammlung ein riesiges Programm geplant, weit über 300 Events, Veranstaltungen, Besichtigungen, Ausflüge, … für jeden Geschmack war etwas dabei. Einige der Angebote waren schon eine halbe Stunde nach Veröffentlichung ausgebucht, aber das, was ich machen wollte, konnte ich verwirklichen.

Hamburg ist ja eine der größten Städte Deutschlands, und man kann hier ohne Probleme eine Woche verbringen und trotzdem nicht alles sehen. Zum Glück gibt es einen wirklich guten Nahverkehr.

Mein erster Trip führte mich ins Miniatur-Wunderland in der Speicherstadt, eine Sache, die man unbedingt gesehen haben muss. Eine Tageskarte kostet 15 Euro, eine 60-minütige Führung hinter den Kulissen noch einmal so viel … aber beides lohnt sich ! Gerade bei der Führung sieht man viele Dinge, die man beim normalen Rundgang nicht erkennen kann. Die Mitarbeiter haben, je nach Neigung, ihre eigenen Gimmicks installiert.

Rom im Format 1:87
Skandinavien

Was sich die Macher im Laufe der Jahre haben einfallen lassen, ist einfach gigantisch: Alle paar Minuten wird zum Beispiel die Beleuchtung gedimmt und eine Nacht simuliert. Alle Fahrzeuge leuchten dann. Viele fahren auch durch die Gegend, nicht nur Züge, sondern auch PKWs, LKWs, Schiffe … Es gibt geschaltete Ampeln, Straßenbeleuchtung und viele weitere Kleinigkeiten, die das reale Leben nachbilden.

Eins der normalerweise nicht sichtbaren Gimmicks: Harry Potter und der dunkle Lord

Leider war meine Zeit ziemlich begrenzt, weil der nächste Termin schon wartete. Und der hieß: Werksbesichtigung bei Airbus !

Zum Airbus-Gelände kann man u.a. mit der Buslinie 150 fahren. In den fast 40 Minuten Fahrt kommt man an Teilen des Hafens vorbei. Leider mussten wir bei der Werksführung dann die Handys ausschalten (Fotografier-Verbot !), deshalb nur in Worten: Sehr beeindruckend, das Ganze ! In Hamburg wird hauptsächlich die 320er-Familie gebaut, also 318, 319, 320 und 321 sowie die neueren „Neo“-Modelle. Und die sahen wir in allen möglichen Fertigstellungs-Phasen. Auch eine A380 war da. Schon irre, wie groß die ist: Unter einer der Tragflächen stand eine A320 – und nach oben war immer noch Platz.

So sieht Airbus von außen aus 😉

Da die Linie 150 wegen dickem Feierabend-Stau in 2 Teilstrecken umgewandelt worden war, fuhren ich und ein paar hundert andere mit der Fähre über die Elbe ins Stadtgebiet. Und ich kam noch rechtzeitig zum nächsten Event, einem Stammtisch mit ca. 500 Leuten.

Am nächsten Tag (und nach schätzungsweise 5 Stunden Schlaf) ging es zum Teilchenbeschleuniger DESY. Wenn man technik-interessiert ist, kann man dort eine ganze Menge interessanter Dinge sehen. Allerdings sollte man in physikalischer Hinsicht deutlich mehr als nur das Schul-Wissen haben. Die Vorträge und Führungen waren dann doch ziemlich spezifisch. Zum Glück verstand ich schon von Berufs wegen das meiste.

Rundgang im Teilchenbeschleuniger Hera, 25 Meter weit unten

Auch abends gab es wieder einen Stammtisch mit mehreren 100 Leuten. Danach trafen sich noch einige in der Bar des Tagungshotels Hyperion auf einen Absacker. Und wieder wurde die Nacht sehr kurz …

Von der Mitglieder-Versammlung muss ich nichts berichten. Einige von uns gingen etwas früher und fuhren nach Lüneburg zu einer Stadtführung. Lüneburg ist ein sehr nettes Städtchen, wir haben durch die Führerin viel Interessantes gehört und gesehen. Wer mal in der Gegend ist: Nehmt Euch unbedingt Zeit für einen Rundgang !

Der Hafen
Der Marktplatz

Anschließend ging es dann zu einem Krimi-Dinner in einer alten Brauerei. So etwas wollte ich schon lange mal machen, aber ich musste erst nach Hamburg kommen, bevor es geklappt hat. Das Dinner war ok, der Krimi halbwegs spannend, aber am Ende irgendwie nicht logisch (ob es daran lag, dass wir alle Mensaner waren ???). Wie auch immer: ein netter Abend wars auf jeden Fall.

Leider endeten die Tage in Hamburg am nächsten Vormittag mit einem Brunch. Mal sehen, vielleicht fahre ich ja auch irgendwann mal so hin, ohne geführtes Programm, und schaue mir die Ecken an, für die ich jetzt keine Zeit hatte. Bekannte haben ich dort ja. Und bis dahin gibts noch ein paar Impressionen:

Binnenalster
Elb-Philharmonie
Kaffeerösterei in der Speicherstadt
Kanal in der Speicherstadt

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