Rhein-Neckar-Tour (2018)

Es war wie jedes Jahr das Gleiche: Was schenken wir meiner Mutter/Oma zu Weihnachten bzw. Geburtstag ??

Da sie sehr reisefreudig ist (und wir ihr ein halbes Jahr vorher schon mal einen Reisegutschein geschenkt hatten), kam meine Frau auf die glorreiche Idee, 2 Karten für eine Rhein-Neckar-Schiffstour plus Frühstück an Bord zu besorgen. Da die Auswahl an Schiffahrtslinien an unserem Ort etwas begrenzt ist, blieb die Weiße Flotte Heidelberg übrig, die eine Linienfahrt bis Neckarsteinach und zurück anbietet.

An einem Samstag im Juli war es dann soweit: Oma, Enkelin, meine Frau und ich bestiegen morgens um 8 das Linienschiff „Alt-Heidelberg“.

Wie man sehen kann, das Wetter war ausgerechnet an diesem Tag relativ mies. Es hat immer mal wieder ein bisschen geregnet, aber wen stört das schon groß, wenn man im Trockenen sitzt und die Aussicht genießen kann 😉

Los ging es dann auf dem Rhein bis Ludwigshafen und dort auf den Neckar.

Erste Station war Mannheim. Dort stieg eine größere Geburtstagsgesellschaft ein, die ihr eigenes Büffet mitgebracht hatten. Wir wurden ein bißchen neidisch, obwohl unser Frühstück für € 8,50 auch recht üppig und abwechslungsreich war.

Der Mannheimer Fernsehturm

Weiter ging es nach Heidelberg. Auf der Fahrt dorthin fuhren wir ständig hinter einem Flusskreuzfahrtschiff aus Frankreich her. In Heidelberg konnten wir es dann mal überholen und in die Kabinen reinschauen. Irgendwann mache ich so eine Fahrt vielleicht auch noch  😉

Die alte Brücke und das Schloss

 

In Heidelberg mussten wir dann durch die dritte von vier Schleusen auf dem Neckar. Die Schleusen sind wirklich notwendig, wenn man sich mal die Höhenunterschiede vor und hinter der Schleuse anschaut.

Die Schleusen waren auch der Grund, warum wir ca. eineinhalb Stunden später als geplant in Neckarsteinach ankamen. Manchmal muss man sich auch als Passagierschiff hinten anstellen und warten. Wie der Kapitän erklärte, hat immer das schwerste Schiff Vortritt und darf als Erstes in die Schleuse fahren. Das hat was mit der Strömung zu tun.

Wie auch immer: Irgendwann nach einer gemütlichen Fahrt durch das Neckar-Tal …

… kamen wir in Neckarsteinach mit seinen vier Burgen an. Das hier ist eine davon, die Mittelburg:

Wir hatten durch die Verspätung effektiv 50 Minuten Zeit, bis die erste Fahrt wieder zurück ging. Ein Biergarten war zum Glück direkt an der Anlegestelle, so dass wir dort noch etwas essen und trinken konnten, mit schönem Blick auf den Neckar. Das hätten wir auch auf dem Schiff machen können, sie hatten gutes Essen zu zivilen Preisen … aber das Schiff war voll, die Bedienungen erkennbar im Stress … Außerdem hatte das Frühstück lange vorgehalten. TIPP: Nehmt Euch was zu trinken mit und vielleicht ein paar kleine Snacks. Das ist nie verkehrt.

Zurück ging es mit einem anderen Schiff dann deutlich schneller – logisch, wenn man bedenkt, dass wir diesmal MIT der Strömung fuhren.

Fazit: Wenn man mal einen etwas anderen Tagesausflug machen möchte, sollte man sich eine Flussfahrt ernsthaft überlegen. Es gibt auch Motto-Fahrten und spezielle Angebote für jeden Geschmack: ein Gänge-Menü, präsentiert von dem bekannten Koch Johann Lafer, Krimi-Diner, Musik-Fahrten und vieles mehr.

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