London (2019)

Im September ging es mal wieder nach London zur „last night of the proms“ (siehe dazu auch meinen Bericht von 2018). Die Gruppe mit 10 Leuten hatte sich mal wieder hauptsächlich aus Mitgliedern von Mensa zusammengesetzt, die aber erst nach und nach eintrudelten.

Am ersten Abend trafen wir uns deshalb erstmal zu dritt und besuchten wieder das Dim Sum-Restaurant an den St. Katharine Docks, ganz in der Nähe der Tower Bridge. Und zur Verdauung gings dann mal über die Brücke auf die andere Themse-Seite – mit tollen Nacht-Ansichten der City.

Tower Bridge bei Nacht …
… direkt neben dem Tower.

Wer mal (wieder) nach London kommt, sollte den Abendspaziergang unbedingt auch mal machen, es lohnt sich wirklich.

Der Freitagmorgen stand wieder ganz im Zeichen von – Anstehen ! Ab kurz nach neun Uhr morgens stand ich mit den anderen an der Royal Albert Hall, weil da wieder Nummern für die sog. Raffle tickets verteilt wurden. Ein paar von uns wollten zusätzlich am Abend in die Hall zu einem Beethoven-Konzert, auch dafür gabs an diesem Morgen Nummern. Wie auch immer: gegen halb 12 hatten wir die Nummern (sogar kleinere als im letzten Jahr) und konnten dann endlich zum gemütlichen Teil übergehen.

Ein ganz kleiner Teil der Wartenden. Wenigstens hatten wir gutes Wetter.

Ich habe ja schon mal irgendwann erwähnt, dass ich total auf indisches Essen stehe. Davon konnte ich auch ein paar der Gruppe überzeugen, und so fuhren wir zur Tube Station South Kensington. TIPP: Wenn Ihr gut und abwechslungsreich essen wollt, ohne weit zu laufen: Fahrt dort hin !!! Ihr werdet garantiert etwas nach Eurem Geschmack finden.

Direkt in der Station gibt es einen kleinen Imbiss, der unter anderem dicke Waffeln anbietet. Ok, mit 4 Pfund (oder 7 Pfund für 2) nicht ganz billig, aber für London eher normale Preise. Und lecker waren sie auch. But be careful: Messer und Gabel brechen relativ leicht ab.

Wie üblich sollte man für die Raffle tickets ca. 2-3 Stunden vor Konzertbeginn an der Hall sein und sich entsprechend seiner Nummer in die Schlange einreihen. Aber so hat man auch Zeit und Gelegenheit, seine Vorder- und Hintermänner bzw. -Frauen kennenzulernen – und die kommen nicht nur aus England.

Das Konzert am Freitagabend war ok für einen, der an sich gar nicht sooo sehr auf Klassik steht. Aber für eine Sache war es gut: Ich hatte meine Leinenschuhe mit dünnen Sohlen an – und nach der ganzen Warterei (hauptsächlich stehend) und dem Konzert taten mir die Füße und Beine weh. Mein Hotel war wieder in Shepherds Bush, ganz in der Nähe der gleichnamigen Tube Station – und direkt daneben gibt es ein riesiges Einkaufszentrum namens Westfield London. Man soll es nicht glauben: in diesem Zentrum gibt es einen Deichmann !!! Das Erste, was ich also nach dem Frühstück am Samstagmorgen gemacht habe: ab zu Deichmann und Freizeitschuhe mit dicken Sohlen gekauft 😀

Für den Vormittag hatte ich mir vorgenommen, auf eines der höchsten Gebäude Londons zu fahren. Richtig, „auf“ ! „The Shard“ hat nämlich Aussichtsplattformen ab dem 68. Stock mit einem tollen Rundumblick.

The Shard von unten …
.. und London aus dem 72. Stock.

Das Ganze ist mit 25 Pfund nicht billig, aber dafür darf man auch so lange oben bleiben, wie man will.

WhatsApp sei Dank stand unsere Gruppe immer in Kontakt. Deshalb traf ich mich anschließend mit Moni in Kensington Gardens auf ein Eis und einen schönen Spaziergang. An der Ostseite des Parks gibt es direkt am See ein großes Restaurant. Und dort habe ich dann zum zweiten Mal in diesem Jahr Fish and chips gegessen. So langsam wird das zur Manie 😀

Am späten Nachmittag hieß es dann „ab zur Royal Albert Hall“ und wieder mal anstellen, bis wir unsere Tickets kaufen konnten. In diesem Jahr wurden freitags Armbänder verteilt, die man nicht abmachen konnte, ohne sie zu zerstören. Wenigstens waren sie dusch-sicher 😉

Das Konzert selbst war mal wieder toll. Und wir hatten wieder unsere Mensa-Luftballons dabei (ingesamt 571), von denen wir schätzungsweise 200 aufgeblasen und unters Volk geworfen haben. Das folgende Video habe ich in der Pause aufgenommen, es zeigt ziemlich deutlich, das der halbe Abend eine Party ist 😉 Unbedingt den Lautsprecher einschalten !!

Die roten Ballons sind unsere 😉

Und noch ein Video, das ich im zweiten Teil aufgenommen habe. Eins der Lieder, die jedes Jahr zum festen Programm gehören und begeistert von knapp 6000 Leuten mitgesungen werden:

Zum Abschluss wurden wir dann noch von ein paar Engländern auf ein Bier eingeladen. Leider hat sich mal wieder herausgestellt, dass ich kaum etwas vertrage. Mein Guinness war zwar lecker wie immer, als ich dann aber zur nächsten Bus-Station Richtung Hotel lief, merkte ich es deutlich 😉

Am Sonntag besuchte ich nach vielen Jahren mal wieder das British Museum. Das Schöne in UK ist ja, dass man für Museen in der Regel nichts zahlen muss. Wenn man also Zeit und Muße hat, sollte man das auch ausnutzen. Natürlich, das Museum ist riesig und irgendwann nach 2-3 Abteilungen ist man übersättigt von den vielen Eindrücken und Informationen. Also traf ich mich mit Bettina aus unserer Gruppe im Grosvenor Square, einer Art winziger Park in der Nähe des Hyde Parks, zum Chillen. Auf dem Weg dorthin kam ich an Speakers Corner vorbei – und im Gegensatz zu letztem Jahr war endlich auch was los.

Im Grosvenor Square steht eine Statue von Roosevelt, dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten. Ich musste ein paarmal hinschauen: die Statue sieht irgendwie aus wie der Zaubereiminister aus „Harry Potter“ 😀

Der Montag kam, aber ich hatte bis nachmittags noch Zeit, bevor ich wieder zum Flughafen musste. Zeit genug, ein paar Geschenke zu besorgen. Und wo macht man das am besten? Bei Harrods. Tatsächlich habe ich da auch ein paar Dinge gefunden (TIPP: Kuckt Euch im Untergeschoss um !!) – inklusive einem neuen Freund 😉

Mittags gings dann noch zum Covent Garden Market, einem riesigen Flohmarkt mit Schwerpunkt auf Schmuck und ähnlichem. Dort kann man auch gut essen und sich das Treiben ansehen. Und Treiben gibt es dort genug. Als ich dort war, sind auch ein paar Strassenkünstler aufgetreten. Also ein guter Platz, um ein paar Stunden zu verbringen.

Nur ein kleiner Teil des Markts …

Insgesamt war es wieder ein toller Aufenthalt. Und es hat sich mal wieder bestätigt, warum London eine meiner Lieblingsstädte ist. Es gibt einfach keine Möglichkeit, sich zu langweilen. Ob ich nächstes Jahr wieder dabei bin, weiß ich noch nicht. Aber irgendwann ganz sicher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.